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Berg.Votive



Votiv leitet sich ab vom lateinischen "votum", Gelübde.

 

Eine Votivgabe wird als von höherer Warte erhörtes Gelübde in Form einer Votivtafel, eines Votivkreuzes oder ähnlichen Dankesbeweisen aller Welt sichtbar gemacht. "Mir wurde geholfen. Dafür danke ich!"

 

In Zeiten eines grassierenden Werteverfalls und Sinnverlustes sind Votive ein beredter Ausdruck für den Kampf des Menschen gegen das ihn täglich umgebende und bedrohende Chaos.

 

Ohne Bedrohungen hätte das Leben sicher nicht die Qualität, die wir - nach Überwindung der Probleme und Bedrohungen - in Freude und Glück erfahren können.

 

Auch eine Bergtour stellt eine physische und psychische Anstrengung dar. Das Erlebnis und die Qualität der Erfahrung sind aber gerade deswegen tief und bleibend. Die Augen glänzen, selbst wenn die Muskeln müde sind nach einer langen Tagestour.

 

Unabhängig von tradierten Glaubensformen lassen Votive den Bergschreiber auf seinen Wanderungen stets den Schritt anhalten, innehalten und in Gedanken ein Bild entwerfen, wie es wohl zu diesem Votiv gekommen ist.

 

Hier hat etwas stattgefunden. Hier wurde um das Leben gerungen. Hier hatte das Leben Sinn.





 

Neu geschindelt leuchtet das frische Holz am Kirchturm in Klein-Meran. Der eigentliche Name der Ortschaft am Gaichtpass ist Rauth. Klein-Meran rührt von der schönen, sonnigen Südlage an der Krinnespitze. Fast wie in Südtirol.



Oben am Falkenstein, am Ausläufer des Zirmgrates bei Füssen im Allgäu, versteckt sich neben der Burgruine aus dem Hochmittelalter dieses unscheinbare Wegkreuz mit dem wunderbarem Blick über das Vilstal bis hin zum Wettersteinmassiv und der Zugspitze.

Der profanen Welt entrückt wollte der Märchenkönig Ludwig II. von Bayern hier sein schönstes Prachtschloss bauen. Es kam nie zur Umsetzung des kühnen Planes.

Die Gipfelschau findet sich auf der Seite Berg.Panorama.





 

Auf der Stablalm im Lechtal stehen diese uralten Blockhäuser. Davor ein Wegkreuz mit einer Votivtafel:

Maria / Breite Deinen Mantel aus / Mach Schutz und Schirm daraus

Laß uns alle unterstehn, bis / Die Gefahren vorübergehen.











Flurkreuz mit barocker Putte auf der Grießbachalpe.

 










Sankt Wendelin soll Mensch und Vieh am Simmering beschützen, den guten Hirten trafen wir beim Aufstieg zur Lailach in den Allgäuer Alpen, Maria mit Kind am Dürrenberg auf dem Weg zum Koflerjoch. Der Schutzengelsteig am Tegelberg führt zur Rohrkopfhütte.








 

Ein Kuriosum der besonderen Art ist die dreibeinige Bank an der Gaichtspitze. Auf halber Höhe des Aufstiegs machen wir stets Rast. "Viele Wege führen zu Gott, einer über den Gaichtberg."

 




In einem alten, verwitterten Bergahorn fanden wir die Baum-Madonna im Hölltal beim Abstieg von der Kappeler Alpe bei Pfronten im Allgäu. Das schöne Gedicht in Tiroler Mundart schmückt die Kapelle am Sinnesbrunn. An der Hahlealpe erinnert das Marterl an die Gefahren der schweren Holzarbeit in den Bergen.


















... ein Wort zum Copyright:





Da im Netz von vielen Webmastern - absichtlich oder unabsichtlich? - gestohlen und geklaut wird, daß dem Bergschreiber ganz schwindlig wird, muß leider dieser ausdrückliche Hinweis sein: Alle Texte und Fotografien des Bergschreibers unterliegen dem Copyright.

Anfragen zur Veröffentlichung unter der Quellenangabe www.bergschreiber.com nehme ich gerne entgegen.

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Also - nicht klauen, miteinander reden!



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