Was ist ein Berg?
Die vielleicht schönste Umschreibung für einen Berg lautet:
Ein Berg ist der Punkt, an dem sich alle Linien treffen.
Aber was macht einen Berg so anziehend? Warum gibt es Leute, die immer und immer wieder einem Berg auf's Haupt, auf den Gipfel steigen wollen, müssen? Welche Routenwahl ist für mich, am Berg und im Leben, die richtige? Wie bewältige ich am besten einen Haufen Probleme, einen steilen Weg zum Gipfel? Hat ein Berg, wenn ich ihn besteige, eine direkte Beziehung zu und eine unmittelbare Auswirkung auf mein Leben? Wirkt ein Berg gar katalytisch, reinigend auf den Bergsteiger? Weitet sich mein Gesichtsfeld, mein Horizont?
Einfach gefragt: Warum bloß steige ich mit einem sauschweren Rucksack schwitzend auf einen Steinhaufen, während andere auf dem Sofa liegen? "Was, bin i wirklich so deppert?"
Solche Fragen, die sich dem Bergschreiber bei jeder Bergfahrt stellen, sollen im Laufe der Zeit auf den folgenden Seiten beantwortet werden. Aus der persönlichen Sicht eines Langsam-Gehers, mit Muße für jeden Schritt und die Sammlung der Gedanken.
Gehen, Wandern, Bergsteigen verstanden als Schreiben über eigenes Erlebtes. Und die Verwandlung des Erlebten durch Schreiben. Schreiben als Spiegel.
Bergtouren und Bergwanderungen füllen die Tage prall voll mit Leben und Erlebnissen. Bergtage, an denen man am Morgen den Lohn des Abends noch nicht kennt. ... der Lohn solcher Bergtage findet sich in Berg.Fotos und den hier beschriebenen Bergfahrten.
"Mons altus, vita brevis est." Groß ist der Berg, kurz das Leben.
Auf geht's!