Auf Edelsteinsuche im Gaisbergtal

Gaisbergtal, Granatenkogel und Hochfirst

Gaisbergtal Granatenkogel

Tourensteckbrief Hohe Mut - Gaisbergtal

Gebirgsgruppe: Ötztaler Alpen

Charakter: Wanderung in hochalpinem Gelände mit schönem Gletscherblick, Achtung: Altschneefelder bis in den Frühsommer! Mit etwas Glück sind Granat-Edelsteine zu finden!

Talort -  Ausgangspunkt: Obergurgl 1.907 m

Alm, Jausenstation, Berghütte: Hohe Mut Alm 2.670 m (Bergstation Hohe-Mut-Bahn)

Ferienwohnung für Bergsteiger und Strahler: Residence Sonnleiten

Bergbahn, Liftanlage: Hohe Mut Bahn

Gipfel:

Gehzeiten:

  • Hohe Mut Alm 2.670 m - Gaisbergtal - Gaisbergferner ca. 2 Stunden
  • Gaisbergferner - Gaisbergtal - Obergurgler Zirbenwald - Obergurgl 1.907 m ca. 3 Stunden

Übersichtskarte Google Maps Granate im Gaisbergtal

Stand 19. September 2014

Hohe Mut - Gaisbergtal - Obergurgl

Auf Granatsuche im Gaisbergtal, beim Wandern Edelsteine am Granatenkogel finden, das verspricht nicht nur eine schöne Hochgebirgstour im Angesicht der Ötztaler Gletscher zu werden, sondern verheißt für unseren Ausflug in die Welt der Mineraliensucher und Strahler auch einen guten Schuß Spannung: Werden wir wohl Granate finden?

Die Hohe-Mut-Bahn befördert uns frühmorgens von Obergurgl bequem auf über 2.600 Meter Höhe, wo wir die beeindruckende Kulisse von 21 Dreitausendern des Naturparks Ötztal auf uns wirken lassen. Von der Hohen Mut folgen wir dem Mutrücken, passieren die Alpine Forschungsstelle der Universität Innsbruck und steigen am Mutsattel links auf teils steilem Wanderweg über Moränenschutthalden ins Gaisbergtal ab. Nach Überquerung des Gletscherbachs geht es in einer knappen halben Stunde hinauf zum Gaisbergferner am Fuße des Granatenkogels. 

Die Fundstelle der Edelsteine am Granatenkogel liegt auf 3.000 Meter und ist nur über eine mühsam begehbare Schutthalde mit anschließender Kletterei in nicht ungefährlichem Steilgelände schwer zugänglich zu erreichen, siehe Mineralienatlas. Wir begnügen uns mit dem Wandfuß des Granatenkogels, auch dort sollen mit Glück und Geduld Granaten zu finden sein. Und wirklich! Wir werden tatsächlich fündig, wobei ich meiner Frau den Vortritt bei der eifrigen Suche lasse und nachdenklich die schmelzenden Gletscherüberreste betrachte, die einst das gesamte Tal ausfüllten. Einen zerborstenen Schieferblock, der gelbschimmernd in der Sonne glänzt, schaue ich mir näher an. Auf diesem Block zeigen sich Granateinschlüsse, und meine Frau findet sogar ein paar einzelne Granate. Marmor, Hornblende, Glimmerschiefer ... am liebsten würde sie alle Steine mitnehmen.

Mit unseren Fundstücken im Rucksack steigen wir das Gaisbergtal hinab begleitet von den Pfiffen aufmerksamer Murmeltiere. Nach der Granatsuche steht ein weiterer Höhepunkt an: Wir wollen nicht den direkten Weg zurück nach Obergurgl nehmen, sondern möchten dem "Naturdenkmal Obergurgler Zirbenwald" einen Besuch abstatten. Und so folgen wir der Beschilderung und wandern schauend und staunend durch einen prächtigen Zirbelkieferwald mit uralten Bäumen, der Gott sei Dank unter Schutz gestellt wurde. Wenn nur die Steine im Rucksack nicht so drücken würden :-) Auf dem Baumwipfel einer Zirbe können wir sogar für einen kurzen Moment einen Tannenhäher erspähen, der für die Verbreitung der Zirben äußerst wichtig ist. Am Ende des Zirbelkieferwaldes treffen wir dann auf eine Fahrstraße, die uns nach Obergurgl führt.

Gletscher, Granate und uralte Zirben, gleich mehrere gute Gründe wiederzukommen!

Mutrücken, rechts Gaisbergtal, links Rotmoostal

Mutrücken

Wegweiser ins Gaisbergtal

Gaisbergtal

Rotmoosferner

Rotmoosferner

Granatenkogel links, in der Bildmitte der Hochfirst

Granatenkogel

Gaisbergtal Bachüberquerung

Gaisbergtal

Gletschertor des Gaisbergferners

Gletschertor

Glimmerschiefer

Glimmerschiefer

zerborstener Schieferblock

zerborsten

Granate im Gestein eingewachsen

Granate

Edelsteine im Fels

Edelsteine

Granatsuche in der Schutthalde am Wandfuß des Granatenkogels

Granatsuche

Granatfund

Granatfund

Gletscherschliff

Gletscherschliff

Hornblende

Hornblende

Sedum ein wahrer Überlebenskünstler im Hochgebirge

Sedum

Abstieg durch das Gaisbergtal nach Obergurgl

Abstieg

Hochmoor

Hochmoor

Wächter einer Murmeltierkolonie

Wächter

Murmeltier

Murmeltier

Naturdenkmal Obergurgler Zirbenwald

Zirbenwald

Tannenhäher wichtig für die Verbreitung der Zirbe

Tannenhäher

Zirbenzapfen

Zirbenzapfen

Granate eingewachsen

Granate eingewachsen

Granate

Granate

Fundstücke aus dem Gaisbergtal

Fundstücke

Panorama-Aufnahmen Hohe Mut - Gaisbergtal

Hohe Mut und Mutrücken, links das Rotmoostal

Hohe Mut

Mutrücken: links das Gaisbergtal, rechts das Rotmoostal

Mutrücken

Granatenkogel Wandfuß: Blick über den Gaisbergferner zu Hochfirst, Liebener Spitze und Kirchenkogel (v.l.)

Gaisbergferner

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