Zugspitze Gatterl-Tour

Zugspitze das vergoldete Gipfelkreuz steht auf dem höchsten Berg Deutschlands

Zugspitze

Gatterl, hochalpiner Übergang von Tirol nach Bayern

Gatterl

Tourensteckbrief Zugspitze Gatterl-Tour

Gebirgsgruppe: Wettersteingebirge

Charakter: Lange Bergtour in hochalpinem Gelände, die kurze Felspassage im Gatterl verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit (Drahtseilversicherung), Vorsicht bei Nässe!

Talort: Ehrwald in Tirol (1.000 m)

Alm, Jausenstation, Berghütte: Münchener Haus (2.959 m), Knorrhütte (2.264 m), Hochfeldern Alm (1.732 m), Ehrwalder Alm (1.502 m)

Urlaub auf der Sonnenseite der Zugspitze: Residence Sonnleiten Apartments

Bergbahn, Liftanlage: Tiroler Zugspitzbahn, Bayerische Gletscherbahn, Ehrwalder Almbahn

Gipfel: Zugspitze (2.962 m)

Gehzeiten:

  • Zugspitze (2.962 m) - Knorrhütte (2.264 m) ca. 1 1/4 Stunden
  • Knorrhütte (2.264 m) - Gatterl (2.024 m) - Ehrwalder Alm (1.502 m) ca. 3 1/2 Stunden

Übersichtskarte Google Maps Zugspitze Gatterl-Tour

Stand 18.08.2014

Zugspitze Panorama

Eibsee, Grainau und Garmisch-Partenkirchen von der Zugspitze - rechts das Hölltal

Eibsee Garmisch

Gipfelmeer, von der Zugspitze hat man einen Blick über 4 Länder und über 400 Alpengipfel

Gipfelmeer

Zugspitzplatt und die Reste des Schneeferners

Zugspitzplatt

Gatterlköpfe und Plattspitzen vom Zugspitzplatt

Gatterlköpfe

Zugspitze - Zugspitzplatt - Knorrhütte

Wer zum ersten Mal vor dem wuchtigen Wettersteinmassiv steht und den Blick über die senkrecht abfallenden Wandfluchten aus Kalkgestein nach oben zum Zugspitzgipfel wandern läßt, empfindet vielleicht wie ich eine Mischung aus Ehrfurcht, Respekt und dem Gefühl, als Mensch klein und winzig zu sein. Dieses Gefühl ist mir zumindest aus Kindertagen geblieben, als mir mein Vater zum ersten Mal die himmelhohen Wände der Zugspitze zeigte und mit mir 6-jährigem Nachwuchsbergsteiger ganz hinauf fuhr - auf den höchsten Punkt Deutschlands zur Zugspitze auf 2.962 Meter. Die Fahrt mit der damaligen Zugspitzbahn ist mir wegen der vielen Stützen bleibend in Erinnerung geblieben, besonders weil die Gondel bei jeder der Stützen bedrohlich schwankte und mir kleinem Buben himmelangst wurde. Heute schwebt die Gondel der Tiroler Zugspitzbahn sanft wie auf Wolken dem Gipfel entgegen und überwindet in nicht einmal 10 Minuten einen Höhenunterschied von über 1.700 Metern.

Der Sommer 2014 wird bei den Meteorologen wohl als zu feucht und zu kühl in die Annalen eingehen, wir haben jedenfalls morgens vor der beabsichtigten Gatterl-Tour noch hin und her überlegt, ob wir die Tour im Aufstieg oder im Abstieg in Angriff nehmen sollen. Der Wetterbericht ist für diesen Augusttag vorsichtig optimistisch, stellt aber auch für nachmittag hefitge Gewitter in Aussicht. Da wir für die Gatterl-Tour im Aufstieg von Ehrwald zur Zugspitze über 6 Stunden Gehzeit einrechnen müssen und wir auf dem Zugspitzplatt nicht in ein Berggewitter kommen wollen, wählen wir die kürzere Variante: Gatterl-Tour von der Zugspitze hinab zur Ehrwalder Alm.

Die Tiroler Zugspitzbahn bietet für die Gatterl-Tour das "Wander-Ticket Gatterl" an: Benutzung der Zugspitzbahn, der Bayerischen Gletscherbahn, der Ehrwalder Almbahn und Bustransfer von der einen Bahn zur anderen sind ebenso inklusive wie ein Besuch der Ausstellung "Faszination Zugspitze - Erlebniswelt" auf dem Gipfel.

Die Tiroler Zugspitzbahn bringt uns mit der ersten Fahrt zeitig auf die Zugspitze. Wir genießen den Panoramablick auf 4 Länder (Österreich, Deutschland, Italien, Schweiz) und auf über 400 Alpengipfel. Mit der Bayerischen Gletscherbahn geht's dann hinab aufs Zugspitzplatt, das einer trümmerübersäten, kargen Mondlandschaft gleicht. Der unwirkliche Eindruck wird durch die Ski-Liftmasten verstärkt, die wie abgeplünderte Antennen im Geröllschutt des Zugspitzplatts stehen. Auf den Skipisten herrscht wuselige Bautätigkeit, Radlader, Bagger, Planierraupen und LKWs sind unablässig im Einsatz. Wir überlegen uns, wie der riesige Fuhrpark auf das Zugspitzplatt transportiert wurde - eine Straße führt nicht herauf.

Der ehemals mächtige Gletscher des Schneeferners, das Eis bedeckte früher fast die Hälfte des Zugspitzplatts, hat sich an die Gipfelfelsen zurückgezogen, bald wird es wohl auf der Zugspitze kein ewiges Eis mehr geben, siehe Gletschervergleich. Beim Weg über das Platt zur Knorrhütte begegnen uns einige Schafe und noch mehr Bergsteiger, die in Karawanen zum Zugspitzgipfel streben. Die Wände der Gatterlköpfe und Plattspitzen wirken im Morgenlicht wie poliert und ziehen unsere Blicke an. Nach einer guten Stunde ist die Knorrhütte erreicht.

Zugspitze vom Lermooser Moos

Zugspitze

Tiroler Zugspitzbahn

Zugspitzbahn

Zugspitzgipfel mit vergoldetem Kreuz

Zugspitzgipfel

Münchener Haus auf der Zugspitze

Münchener Haus

Eibsee Tiefblick von der Zugspitze

Eibsee

Baverische Gletscherbahn Verbindung vom Zugspitzgipfel zum Zugspitzplatt

Gletscherbahn

Zugspitze Gipfelbebauung

Gipfelbebauung

Wegweiser zur Gatterl-Tour

Wegweiser

Zugspitzplatt

Zugspitzplatt

Schafe auf dem Zugspitzplatt

Schafe

Gatterlköpfe und Plattspitzen

Gatterlköpfe

Knorrhütte

Knorrhütte

Knorrhütte - Plattsteig - Gatterl

Die Knorrhütte liegt aussichtsreich am unteren Rand des Zugspitzplatts, unmittelbar am Abbruch in den Reintalanger. Hier kreuzen sich gleich mehrere Routen: die Gatterl-Tour Ehrwald - Zugspitze, der Normalweg von Garmisch über das Reintal zur Zugspitze und die anspruchsvolle Klettertour über den Jubiliäumsgrat zur Zugspitze.

Nach Einkehr auf der Knorrhütte folgen wir der Beschilderung Plattsteig Richtung Gatterl. Der Plattsteig quert auf rund 2.000 Metern Höhe das Zugspitzplatt. Wir passieren die ehemalige Diensthütte der bayerischen Zollwache und kommen zu einem Almkreuz, bei dem früher die Gatterlmesse stattfand (im Gedenken an vier bayerische Grenzpolizisten, die 1952 in einer Lawine den Tod fanden). Am Almkreuz halten wir an und lassen die gewaltige Felsszenerie auf uns wirken: Gatterlköpfe, Plattspitzen, Hochwanner ... ein Wandabbruch steiler als der andere. Am gegenüberliegenden Gipfelgrat der Höllentalspitzen sehen wir einen roten Punkt, die Biwakschachtel der Höllentalgrathütte (Notunterkunft für Begeher des Jubiliäumsgrates). Nach einer Stunde ist das Gatterl erreicht.

Das Gatterl verdankt seinem Namen einem quietschenden Weidegatter, das direkt auf der Grenze von Deutschland nach Österreich steht und den hier auf der Sommerweide stehenden Schafen den Grenzübertritt von Bayern nach Tirol versperrt.

Knorrhütte vom Plattsteig

Knorrhütte

Plattsteig von der Knorrhütte zum Gatterl

Plattsteig

Diensthütte der bayerischen Zollwach

Diensthütte

Plattsteig Almkreuz

Almkreuz

Gatterlköpfe

Gatterlköpfe

Hochwanner

Hochwanner

Plattspitzen

Plattspitzen

Höllentalgrathütte, Notunterkunft am Jubiliäumsgrat

Biwakschachtel

Reintal vom Plattsteig

Reintal

Gatterl Grenzübergang von Bayern nach Tirol

Gatterl

Gatterl, Namensgeber ist ein quietschendes Weidegatter

Weidegatter

Schaf hinterm Gatter

Schaf

Kraxelspaß am Gatterl

Am Gatterl: Eigentlich gemeint ist mit "Gatterl" nicht das Weidegatter an der Grenze, sondern die kurze, knackige Felspassage, die auf Tiroler Seite hinter dem Weidegatter auf den Bergsteiger wartet. Eine Felsrinne ist hier bestens mit einem Drahtseil versichert und kann von jedem trittsicheren, schwindelfreien Bergsteiger problemlos begangen werden. Die Bilder unserer Begehung sprechen für sich, und auch unser vierbeiniger Begleiter hatte seinen Spaß am Gatterl.
Bei Nässe sollte man aber unbedingt Vorsicht walten lassen, die Felswände fallen vom Gatterl sausteil ab!

Gatterl

Gatterl

Gatterl bestens versichert mit Drahtseil

Drahtseil

Kraxelspaß am Gatterl

Spaß

Gatterl - Felsrinne kurz und knackig

Felsrinne

Versicherung des Gatterls vom Einstieg bis zum Ausstieg

Versicherung

Vorsicht bei Nässe, die Wände fallen vom Gatterl sausteil ab

Vorsicht bei Nässe

Gatterl - Hochfeldernalm - Ehrwalder Alm

Nach dem Gatterl geht es in leichtem Aufstieg über zwei Jöcher Richtung Hochfeldernalm. Das Feldernjöchl und das Brandjoch bieten nach der kargen Felslandschaft des Zugspitzplatts die schönsten grünen Almwiesen. Murmeltiere pfeifen, die Sonne scheint, gerade recht für eine Brotzeit. Vom Brandjoch führt der Weg hinab zur Hochfeldernalm. Der Blick geht dabei zu dem Gipfeln der Mieminger Gebirgskette, von der Sonnenspitze bis zur Hohen Munde. Am Horizont stehen die Gipfel des Karwendels. Über den Fahrweg der Hochfeldernalm spazieren wir zum Ausklang der Gatterl-Tour gemütlich zur Ehrwalder Almbahn, die uns hinab nach Ehrwald bringt. Mit dem Linienbus geht es zurück zur Tiroler Zugspitzbahn, der Kreis der Gatterl-Tour schließt sich nach vielen, lohnenden Eindrücken!

Gatterl, Blick zurück

Gatterl

Feldernjöchl

Feldernjöchl

Rast auf dem Feldernjöchl

Rast

Berghund Gigi, unser vierbeiniger Begleiter

Berghund

Brandjoch, Blick zu der Mieminger Gebirgskette

Brandjoch

Abstieg vom Brandjoch

Abstieg

Hohe Munde

Hohe Munde

Hochfeldernalm

Hochfeldernalm

Almidyll bei der Hochfeldernalm, am Horizont das Karwendel

Karwendel

Ehrwalder Alm

Ehrwalder Alm


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