Eine Kutschfahrt im Südharz - Mansfelder Land

Eine Kutschfahrt im Wonnemonat Mai von Wolferode bei Lutherstadt Eisleben über die Kirschallee bei Hundert Morgen nach Klosterode, Neuglück, Bornstedt, Schmalzerode zurück nach Wolferode.
Auf dem Kutschbock die Zügel fest in der Hand unser Kutscher Hans Henze.


Panorama des Mansfelder Landes bei Lutherstadt Eisleben oberhalb
des Dorffleckens Wolferode bei "Hundert Morgen" 
Die Pferde sind eingespannt


Die Pferde sind gestriegelt und vor den Wagen gespannt, einer wunderbaren Kutschfahrt an diesem sonnigen Maitag steht nichts mehr im Wege.
Und schon gehts aus dem hübschen Dorf Wolferode hinaus Richtung "Hundert Morgen". 
Hundert Morgen - Klosterode


Entlang blühender Kirschbäume und weiten Rapsfeldern fährt die Kutschpartie Richtung Klosterode.
Allen voran English Setter "Gigi", der seine wahre Freude hat, den Kutschwagen zu begleiten. Dackeldame Freia, unser anderer vierbeiniger Begleiter, verfolgt "Gigis" ausgelassene Runden um den Kutschwagen hoch oben vom Kutschbock.


Hundert Morgen: Rapsfelder oberhalb von Wolferode 
Alt und Neu


Gegensatz oder Harmonie?
Die beschauliche Kutschpartie von anno dazumal trifft mit zwei Pferdestärken auf die Errungenschaften der Neuzeit: Windräder der "Erneuerbaren Energie".
Unserem Kutscher wollen die "Spargelstangen" nicht so recht in das gewohnte Landschaftsbild des Südharzes passen. Aber wie kann der Energie-Hunger unserer modernen Gesellschaft noch gestillt werden?

Allrad mit vier Hufen


Bevor die Kutschpartie Klosterode erreicht, gilt es schwierigeres Terrain zu überwinden.
Für einen Allradantrieb mit vier Hufen kein Problem, die Fahrgäste werden jedoch gebeten, von der Kutsche abzusteigen.

Kutschers Einkehr - eine Rast muß sein


Was wäre eine Kutschpartie ohne Rast?
Da schmecken einem die Spezialitäten des Harzes und des Mansfelder Landes: deftige "Bratwurst", dazu ein Schluck kühles Harzer Bier und ein prickelndes Sektchen aus Freyburg / Unstrut.
Weil's so schön war, gibts die nächste Rast gleich nach der Ortschaft Bornstedt.
Die Pferde genießen indes das frische Gras.

Carpe Diem - Wie schnell vergeht die Zeit!

In froher Gesellschaft und lustiger Runde, wie schnell vergeht da die Zeit.
Frisch gestärkt fährt die Kutschpartie über Schmalzerode zur Kirschallee der "Hundert Morgen" und kommt zurück nach Wolferode.
Ein Tag wie aus dem Bilderbuch geht zu Ende ... leider!



In Memoriam Hans Henze

Zwei Tage nach unserer unvergesslichen Kutschpartie verstarb Hans Henze an einem Herzinfarkt - auf dem Kutschbock sitzend; der Tod ereilte ihn zwei Tage vor seinem 70. Geburtstag.
Lieber Hans, in Gedanken wirst Du immer bei uns bleiben.


Schlußstück

Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.
Rainer Maria Rilke



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