Hönig 2.034 m

Hönig, die Alpen-Anemonen blühen

Blumenberg Hönig

Tourensteckbrief Hönig

Gebirgsgruppe: Lechtaler Alpen

Charakter: Aufstieg durch teils steile Graspleisen auf einen der schönsten Blumenberge der Lechtaler Alpen, unschwierige Überschreitung des Graskamms, alternativer Abstieg durch das Älpeletal nur bei trockener Witterung (Weg feucht, Murengefahr, Lawinenreste bis in den Sommer)

Talort: Berwang (1.342 m) Ortsteil: Brand (1.350 m)

Alm, Jausenstation, Berghütte: Kögelehütte (1.500 m)

Ferienwohnung für Bergwanderer und Blumenfreunde: Residence Sonnleiten

Bergbahn, Liftanlage: -

Gehzeiten: Brand (1.350 m) - Hönig (2.034 m) ca. 2 Stunden

Übersichtskarte Google Maps Blumenberg - Hönig

Stand 16. Juni 2012, aktualisiert 05.08.2018

Brand (1.350 m) - Sattelkopf - Hönig (2.034 m)

Der Berwanger Ortsteil Brand ist der Ausgangspunkt für einen der schönsten Blumenberge, den wir kennen: den Hönig.

Jedes Jahr besuchen wir den Hönig und seine wunderbar blühenden Almwiesen, die in den gesamten Ostalpen hinsichtlich der Pflanzenvielfalt wohl ihresgleichen suchen. Von den ersten zartweiß blühenden Anemonen im Frühjahr bis zu den intensiven Rot- und Brauntönen des Herbstes bietet der Hönig zu jeder Jahreszeit seinen Reiz und lädt an jeder Wegkehre zum Fotografieren und Schauen ein.

Der Aufstieg von Brand zum Hönig stellt keine großen Anforderungen, lediglich die steilen Graspleisen vom Sattelkopf zum Gipfelkreuz des Hönigs verlangen einige Schweißtropfen.

Huanzen oberhalb der Ortschaft Brand (Huanzen dienen zum Trocknen von Heu)

Huanzen

Aufstieg durch sattgrüne, blühende Almwiesen

Aufstieg

Anemonen am Hönig, im Hintergrund die Zugspitze

Anemone

Fruchtstand der Anemone im Herbst, im Tal der Rotlechstausee

Fruchtstand

Bergmännle, der zottelige Fruchtstand der Anemone

Bergmännle

Hönig, der Weg ist erdig und sollte nur bei trockener Witterung begangen werden

Weg

Blütenbesucher

Blütenbesucher

Hönig, steiler Aufstieg durch Graspleisen

Graspleisen

Knabenkraut

Knabenkraut

Teufelskralle

Teufelskralle

Skabiose

Skabiose

Hönig Gipfelkreuz

Gipfelkreuz

Blumenberg Hönig, genussvolles Panorama-Wandern über den Graskamm

Ein breiter, aussichtsreicher Grasgrat führt vom Gipfel des Hönig zum Sonnbergsattel. Zur Rechten liegen die vielzackigen Gipfel der Lechtaler Alpen, vor sich hat man den Roten Stein und die Heiterwand, zur Linken steht alles überragend am östlichen Horizont der markante Bergstock des Wettersteinmassivs mit der Zugspitze.

Hönig, einer der wohl schönsten Blumenberge der Alpen: Die Hauptakteure am Hönig sind neben den umliegenden Gipfeln aber die prächtig blühenden Alpenblumen (Orchideen wie Knabenkraut und Kohlröschen, Alpen-Anemonen, Bergknoblauch, Enzian, Trollblumen ...) und die vielfarbigen Gräser, über die Schmetterlinge tanzen. Einen kleinen Teil der Blütenpracht habe ich versucht, in den Bildern einzufangen. Oft, wenn ich im Blumenteppich am Hönig sitze und andere Bergwanderer mit dem Blick auf die Uhr vorbeieilen sehe, möchte ich ihnen am liebsten hinterherrufen: Warum bloß rennt ihr die Berge derart rauf und runter? Bleibt einmal stehen und schaut. Nur einen kurzen Augenblick seid ihr hier oben, den Rest eurer Zeit verbringt ihr unten im Tal, also genießt doch diesen kurzen Augenblick und entdeckt euren Weg als Ziel! Kleine Wunder am Wegesrand hat der Hönig nämlich viele - seine wunderbaren Alpenblumen: Blumen kennen keine Eile. Aber man sieht eben nur, was man kennt ...

Nach der lohnenden Überschreitung des Hönig-Graskamms ist der Sonnbergsattel schnell erreicht. Hier kann man auf dem gleichen Weg wieder zurück gehen nach Brand oder alternativ über das Älpeletal nach Berwang absteigen. Achtung: Der Abstieg durch das Älpeletal sollte nur bei trockener Witterung gewählt werden, da der lehmige Weg sehr feucht und schmierig ist (Murengefahr, Lawinenreste bis in den Sommer!). Für den Abstieg vom Hönig über Sonnbergsattel - Älpeletal nach Berwang sind gut 2 Stunden zu veranschlagen.

Hönig, genußvolles Gratwandern

Hönig

Anemonen am Hönig, im Tal liegt Berwang

Anemonen

Bergmännle

Bergmännle

Alpenflora

Alpenflora

Gelber Enzian

Gelber Enzian

Anemonen, dahinter die Gipfel der Lechtaler Alpen

Anemonen

Käfer

Käfer

Schwalbenschwanz

Schwalbenschwanz

Steilgras

Steilgras

Trollblumen und Anemonen, im Hinergrund die Zugspitze

Trollblumen

Zugspitze vom Hönig, davor Bleispitze und Kamp

Kamp, Bleispitze und Zugspitze

Alpenglockenblume

Alpenglockenblume

Blütenpracht auf über 2.000 m

Blütenpracht

Margerite

Margerite

Heiterwand

Heiterwand

Hönig, der lange Graskamm

Hönig

Hönig Panorama-Aufnahmen

Hönig, westlichster Ausläufer der Loreagruppe (Foto aufgenommen bei der Raaz-Alpe)

Hönig

Hönig, Aufstieg von Brand durch blühende Wiesen, gegenüber die Schlierewand - links davon Heiterwand, rechts Namloser Wetterspitze

Schlierewand

Hönig, Aufstieg zum Sattelkopf, Blick zum Thaneller

Thaneller

Hönig, kurz vor dem Gipfel, im Tal liegt Berwang

Berwang

Hönig Gipfelkreuz, links die Zugspitze, rechts der Rote Stein

Hönig Gipfel

Hönig im Frühjahr, Schneereste am Grat

Gratwandern

Hönig Lawinenschutz

So schön und friedlich sich der Hönig im Sommer mit all seiner blühenden Pflanzenvielfalt gibt, so geht im Winter doch eine große Lawinengefahr von ihm aus; gefürchtet ist die sogenannte "Höniglawine", die direkt vom Gipfelhang über den "Hochbichl" bis nach Berwang hinein reicht. So wurde die Pfarrkirche von Berwang, Sankt Jakob, im Jahr 1816 von einer mächtigen Staubschneelawine beschädigt: Kirchenfenster wurden eingedrückt und sogar der Kirchturm erlitt einen so großen Bauschaden, dass er nur 10 Meter niedriger wieder aufgebaut wurde (Quelle. Kathpedia).

Um die Lawinengefahr vom Hönig zu entschärfen, finden in den Wintermonaten regelmäßig Lawinensprengungen zur Sicherung des Ortes Berwang, der Berwanger Skipisten und der viel befahrenen Landesstraße 21 (Berwang-Namloser-Straße) statt.

Im Jahr 2016 begannen im Gipfelbereich des Hönig aufwendige Lawinenschutzarbeiten. Die "Wildbach- und Lawinenverbauung im Außerfern" projektiert für den Lawinenschutz am Hönig 3,9 Millionen Euro, die Lawinenverbauung soll nach 5 Jahren fertiggestellt sein (Quelle: meinbezirk.at)

Stand: 05.08.2018

 

 

Wanderung auf den Hönig

Hönig von Berwang

Lawinenschutz für Berwang

Lawinenschutz

Lawinenverbauung am Hönig

Lawinenverbauung

Bergfeuer - Herz-Jesu-Feuer am Hönig

Bergfeuer am Hönig

Bergfeuer

Alljährlich werden in Tirol die traditionellen Herz-Jesu-Feuer am 3. Sonntag nach Pfingsten auf den Berggipfeln entzündet. Die Herz-Jesu-Feuer sind ein historischer Brauch und gehen auf das Jahr 1796 zurück, als napoleonische Truppen Tirol überfielen.

Wie ein Herz-Jesu-Feuer am Hönig entsteht, finden Sie hier Bergfeuer Hönig.

Webcam Residence Sonnleiten in Berwang, 1.300 m

Mit freundlicher Genehmigung von Residence Sonnleiten


Google Map Hönig (2.034 m), Lechtaler Alpen auf einer größeren Karte anzeigen

Bergschreibers kleines Kompendium schöner Bergtouren und Wanderungen

Allgäuer Alpen - Gipfel des Brentenjoch

Allgäuer Alpen

Ammergauer Alpen - Geiselstein

Ammergauer Alpen

Lechtaler Alpen - Lechtaler Panoramaweg

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Mieminger Kette - Aufstieg durchs Brendlkar zum Tajatörl

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Wettersteingebirge vom Ganghofersteig

Wettersteingebirge

Fuldaer Höhenweg in den Ötztaler Alpen

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